Stellen Dir vor: Du sitzt an Deinem Schreibtisch, die Uhr schlägt 15.30 Uhr, und plötzlich bist Du eine Naschkatze auf einer wilden Jagd nach Zucker.

Du kämpfst 15 Minuten lang gegen das Verlangen, kannst Dich kaum auf den Bildschirm vor dir konzentrieren, bevor Du drei Päckchen Kekse aus der Büroküche erschleichst und verschlingst.

Klingt bekannt? Zucker-Cravings sind sehr verbreitet und können sehr schwer zu ignorieren sein.

Die Wahrheit ist, mit Willenskraft gegen den Heisshunger zu kämpfen, wird Dich nicht wirklich loswerden. In diesem Artikel werde wir 5 Ursachen von Zucker Heißhunger aufzeigen, welche Dich wahrscheinlich überraschen, und Du wirst lernen, wie Du den Zucker Heißhunger (keine Willenskraft erforderlich!)  beseitigen kannst.

  1. Depression / schlechte Stimmung

Warst Du nach dem Verzehr eines Schokoladenkekses schon immer glücklicher? Nicht nur Deine Geschmacksnerven haben eine Party. Der Kohlenhydratkonsum erhöht die Serotoninfreisetzung – ein Neurotransmitter, der unter anderem bei der Stimmungskontrolle eine Rolle spielt.
Was passiert also, wenn Du Kohlenhydrate isst? Du erhältst einen kleinen Serotoninschub, und Du fühlst Dich glücklicher. Es ist gut erforscht, dass negative Stimmungen und Depressionen zu einem erhöhten Heißhunger auf Kohlenhydrat- und Zuckerreiche Nahrungsmittel führen, weil Dein Körper nach dem kleinen „Hit“ der Wohlfühlchemikalie Serotonin sucht.

Aktion: Versuchen andere Serotonin-steigernde Lebensmittel wie Sauerkraut, Bananen, Walnüsse, Lachs und grüner Tee zu essen/trinken. Training ist ein weiterer effektiver Weg, um die Serotoninspiegel gesund zu halten. Wenn Du vermutest, dass Du an einer Depression leidest, besuche einen qualifizierten Arzt.

  1. Mangel an Qualität Schlaf

Schlafentzug beeinflusst unsere Nahrungsauswahl in vielerlei Hinsicht. Vor allem, wenn Du nicht genug Schlaf bekommst, produziert Dein Körper mehr „Hungerhormone“, so dass Du öfter essen musst. Du produzierst auch weniger „fülles Hormon“, so dass Du nicht in der Lage bist zu erkennen, wann Du Satt bist. Das heißt, du isst mehr als Du brauchst. Ein Mangel an Schlaf führt Dich also dazu, zu viel zu essen und am nächsten Tag übermäßig zu konsumieren.

Die Forschung hat auch herausgefunden, dass Schlafentzug einen direkten Einfluss auf den rationalen Entscheidungsteil unseres Gehirns hat, was uns anfälliger macht „Junk Food“ zu wählen.

Schließlich, wenn Du nicht genug Schlaf hast fühlst Du Dich Müde, und raten mal was Dein Körper als ein schneller Energieschub verwenden wird? Du hast es erraten – Zucker.

Aktion: Dein Ziel sollte sein mindestens 7 Stunden Schlaf pro Nacht zu bekommen, vermeide Bildschirme (einschließlich des Telefons!) für mindestens 30 Minuten vor dem Schlafengehen. Vermeide Koffein, raffinierten Zucker und Bewegung am Abend. Beim Schlaf geht es nicht nur um Dauer, sondern um tiefen, hochwertigen Schlaf, um die Vorteile zu nutzen.

  1. Eisenmangel

Du hast wahrscheinlich gehört, dass Eisenmangel Dich lethargisch fühlen lässt und Dein Energieniveau schwinden lässt. Wenn Du lang genug zu wenig Energie hast, wird dein Körper anfangen, nach etwas Ausschau zu halten, das dir einen vorübergehenden Energieschub gibt – einschließlich Zucker.

Aktion: Wenn Du mit zu wenig Energie kämpfst, besuchen Deinen Arzt, lass Deine Eisenwerte überprüfen. Stelle sicher, dass Deine Ernährung Eisenreiche Lebensmittel wie Spinat, Eigelb, rotes Fleisch, Kürbiskerne und Linsen enthält.

  1. Unzureichende Kohlenhydrataufnahme

Ah, die Ironie. Du gehst auf eine strenge Low-Carb-Diät (Keto) in einem Versuch Gewicht zu verlieren und 3 Tage nach der Umstellung hast Du Heißhunger nach Kohlenhydraten und Zucker wie nie zuvor. Warum? Dein Körper braucht Kohlenhydrate, um zu funktionieren. Wenn Du Deine Kohlenhydrate einschränkst oder einfach nicht genug davon isst, wird Ihr Körper danach hungern.

Aktion: Es ist nichts falsch daran, die Kohlenhydratzufuhr zu reduzieren – denken daran, Dein Körper braucht immer noch Kohlenhydrate! Da eine Low Carb (Keto) Kur jedoch darauf aus ist Deinen Stoffwechsel zu ändern kannst du ein paar Lebensmittel benutzen welches Dir hilft über diese Zucker Craving hinweg zu kommen.
Denke daran dass Dein Körper vielleicht viele Jahre mit zu viel Zucker „abgespeisst“ wurde und vielleicht ist es am Anfang schwer  den Körper umzustellen bis er in eine Ketose kommt.

  1. Unzureichende Proteinaufnahme

Genau wie Dein Körper Kohlenhydrate benötigt, braucht es auch Proteine. Wenn es um Heißhunger geht, ist der Proteinkonsum wichtig, um den Blutzuckerspiegel über den Tag stabil zu halten. Wenn Du das Protein in Deinem Frühstück und Mittagessen auslässt, sind die Chancen gut, dass Du zwischen 15:00 und 16:00 Uhr ein süßes Verlangen hast. Eiweiß und Fett verlangsamen die Freisetzung von Zucker aus der Nahrung in Deinen Körper, halten Deinen Blutzucker stabil und helfen, diese Heißhungerattacken später zu verhindern.

Aktion: Stelle sicher, dass Dein Frühstück und Mittagessen Mahlzeiten Protein enthalten – Nüsse, Samen, Fleisch und Meeresfrüchte, Pilze, Linsen, Bohnen, etc.
Ein proteinreicher Snack zwischen den Mahlzeiten wird auch dazu beitragen, den Blutzuckerspiegel zu stabilisieren, dadurch den Nachmittags Heißhunger zu reduzieren.

Fazit

Die Quintessenz ist, dass es wirklich wichtig ist, dass Du die Ursache Deines Verlangens verstehst. Heißhunger ist die Art, wie Dein Körper sagt, dass er etwas braucht – und wenn du anfängst, dem Verlangen Deines Körpers auf den Grund zu gehen, wirst du anfangen zu verstehen, was Dein Körper braucht – sei es mehr Protein, besserer Schlaf, Eisen oder etwas anderes. Heißhunger hat eine Bedeutung. Sobald Du in der Lage bist, die Ursache für das Verlangen zu finden, anstatt das Verlangen selbst, wirst du keine Willenskraft mehr brauchen, um gegen Deinen Heißhunger zu „kämpfen“.